SBB – Ce 6/8“ „Krokodil“

Ce 6/8“ #14253 SBB

 

Vorbild:

Gegen Ende des ersten Weltkrieges hatte die SBB Bedarf an leistungsfähigen Elektro-Lokomotiven. Die Gotthardbahn sollte bis zum Jahr 1920 durchgehend elektrifiziert sein. Dem damaligen Wissens- und Fertigungsstand entsprechend schlugen Oerlikon und Winterthur eine C-gekuppelte Lok mit zwei Triebwerksgruppen und einem Brückenrahmen vor. Die starken Steigungen der Gotthard-Rampe mit bis zu 27 Promille ließen die Entwickler ein Getriebe wählen, das lediglich eine V max von 65 km/h zuließ und damit die neue Bauserie der Geschwindigkeits-Gruppe „C“ zuordnete.

33 Stück der 128 Tonnen schweren Lok wurden in der Zeit von 1919 bis 1922 gebaut. Die 2240 PS starken Loks wurden bis 1980 ausgemustert. Allerdings ist die #14253 als Museumsmaschine erhalten geblieben.

 

Modell:

Roco bietet schon seit vielen Jahren verschiedene Varianten der Lokbaureihe an. Ich habe mich im Jahre 1986 gleich für die damals erste erhältliche braune Ausführung mit der Nummer 14253 entschieden.

 

 

SBB – Ae 8/14 „Landi-Lok“

Ae 8/14 SBB #11852

 

Vorbild:

 

Die Doppel-Lok #11852 wurde von SLM und BBC im Jahre 1938 für schwerste Züge am Gotthard entwickelt. Die Lok bestand aus zwei Teil-Lokomotiven, die mit der Achsfolge 2’Do1’+1’Do2′ (4-8-2+2-8-4) fest gekuppelt waren und gemeinsam eine Leistung von 8162 kW entwickeln konnten. Die Dienstmasse der Doppellok betrug etwa 235 Tonnen und die max. Anfahrzugkraft bei ca. 160 Tonnen Reibungsgewicht erreichte etwa 490 kN – ein für die damalige Zeit gewaltiger Wert! Im Gegensatz zu den Prototypen der anderen Erbauer erhielt die Lok ein Stromlinien-Design, das in einer lindgrünen Lackierung sehr gut zur Geltung kam.

In Serie wurde die 110 km/h schnelle Lok nie gebaut, unter anderem auch, weil sie zu stark für die damals gebräuchlichen Zughaken war. Der Einzelgänger wurde nach einem Kabelbrand im Jahre 1971 ausgemustert und steht im Verkehrshaus Luzern. Den Spitznamen „Landi-Lok“ erhielt sie im Jahr 1939, als sie auf einer Landes-Leistungsschau der Schweizer Industrie präsentiert wurde.

 

Siehe auch:

Ae 8/14 SBB

Modell:

Roco hat vor einigen Jahren die Lok sowohl im ursprünglichen lindgrün, aber auch im regulären dunkleren SBB-Grün herausgebracht. Die Maschine ist mit einer Schnittstelle und einer elektrisch leitenden Permanentkupplung versehen.

 

SBB – Ae 4/7

Ae 4/7 #10952 SBB

 

Vorbild:

Die Ae 4/7 der SBB war ein voller Erfolg! Die Lokomotiven dieser Baureihe waren gut 7 Jahrzehnte auf den Gleisen der Schweizer Bundesbahnen unterwegs und erbrachten dort zuverlässige Dienste. Gebaut wurden die Loks ab 1927. Erst im Jahr 1996 war dann die letzte Maschine aus dem Plandienst verschwunden.

Die Lok war als Universal-Lok – also für Personen- und Güterverkehr -vorgesehen und erfüllte dort alle, ihr zugedachten Aufgaben. Die 127 Maschinen mit der Achsfolge 2′ Do 1′ erreichten eine V max von 100 km/h. Die 4 Fahrmotoren entwickelten bis zu 3120 PS. Die Dienstmasse variierte je nach Baulos zwischen 118 bis 123 Tonnen.

Besonders markant war der vom Schweizer Ingenieur Buchli gleichnamige Antrieb. Die Getriebe der Treibachsen waren auf einer Fahrzeugseite angeordnet. Auf der rechten Seite lagen die Antriebsräder frei, was den Loks einen etwas asymetrischen Anblick verlieh. (Vergleiche auch die Ae 3/6 der SBB sowie E16 bzw. Baureihe 116 der DB).

Wer noch mehr über die Loks erfahren möchte, dem sei der Artikel im Wikipedia emfpohlen.

Ae 4/7 SBB – Wikipedia

 

Modell:

Ich besitze ein älteres Liliput-Modell, dass aber keine schlechte Figur macht. Abgesehen von den zu klobigen Scheibenwischern wird aber ein stimmiger Gesamteindruck vermittelt. Der Lokkasten ist grün, der Rahmen und das Laufwerk ist grau lackiert. Auf einer Seite ist die Pufferbohle zugerüstet. Leider sind nur zwei der vier Treibachsen angetrieben!

 

SBB – Ae 6/6 Kantonslok

Ae 6/6 #11425 SBB – Wappen von Geneve

 

Vorbild

Die Ae 6/6 war eine Lokomotive, die von Anfang an zur Bewältigung schwerer Anhängelasten am Gotthard vorgesehen war. Die Lok war mit zwei dreiachsigen Drehgestellen versehen und wies die Achsfolge Co’Co‘ auf. Die 125 km/h schnelle und 120 Tonnen schwere E-Lok entwickelte eine Anfahrzugkraft von bis zu 392 kN und eine Dauerleistung von 5830 PS.

Die formschönen Loks wurden ab 1952 in Dienst gestellt. 120 Stück wurden bis 1966 gebaut. Die erste Serie war mit Chrom-Zierstreifen an der Front und den Seitenwänden verziert. Zudem trugen sie auf den Seitenwänden die Wappen der Schweizer Kantone. Spätere Serien trugen auch die Namen von Städten und Gemeinden. Mehr über die Ae 6/6 kann man über den Link zu Wikipedia erfahren.

Ae 6/6 SBB – Wikipedia

 

Modell:

Ich besitze das HO-Modell der #11425 „Geneve“. Die Lok stammt von Roco. Ich habe mir auf einer Seite einen geschlossenen Schneepflug angebaut und die entsprechenden Kabel und Bremsschläuche angebracht. Nachdem ich vorwiegend Epoche III Sammler bin, kam für mich natürlich nur die Ausführung im Auslieferungszustand in Frage. Roco bietet auch spätere Varianten ohne Zierstreifen oder in rotem Anstrich an.

 

SBB – Re 4/4 III – Gotthard-Maschinen

Re 4/4 III    #11 357 SBB

Vorbild:

Die Re 4/4III (oder Re 430) sind Gotthardlokomotiven.

Sie sind bis auf das Getriebe identisch mit der Re 4/4II, haben jedoch eine andere mechanische Übersetzung und damit eine um etwa 30 kN höhere Anfahrzugkraft wie die Re 4/4 II. Die V max verringert sich damit um etwa 15 km/h, was aber für den vorgesehenen Einsatzort keine maßgeblichen Nachteile mit sich bringt

Insgesamt wurden 21 Stück dieser 80 Tonnen schweren Loks in der Zeit von 1967 bis 1971 von 4 Schweizer Lokbaufirmen gefertigt.

 

Modell:

Roco hat sich der Re 4/4 III modellseitig angenommen. Im Vergleich zu den bereits in Handel gelangten Modellen handelt es sich bei dem jüngsten Modell nur um eine Bedruckungsvariante.

Ich besitze die #11 357 SBB. Eine Seite der Front habe ich mit einer Kupplungsimitation versehen.

 

SBB – Re 4/4 II – TEE Lackierung

Re 4/4 II # 11 160

Vorbild

Die Re 4/4II (oder heute Re 420) sind Universallokomotiven vor Reise- wie auch Güterzügen zum Einsatz. Schwere Züge können in Doppeltraktion befördert werden, häufig auch zusammen mit Re 6/6.

Die Re 4/4II ist über 21 Jahre hinweg (1964 bis 1985) gebaut worden. 276 Lokomotiven wurden an die SBB und eine an die MThB geliefert.

Alle Lokomotiven sind mit der Vielfachsteuerung ausgerüstet.

Die Leistung liegt bei 4700 kW (also etwa 6320 PS), V max bei 140 km/h und die Anfahrzugkraft bei 255 kN.

Siehe auch:

Wiki Re 4/4 II

Modell

Ich besitze ein Roco-Modell, das die Lok mit der Nummer 11 160 zum Vorbild hatte und in einem attraktiven TEE-Schema lackiert war. Roco hat bis auf ein paar kleine Fehler die Lok ganz gut umgesetzt und deshalb wirkt sie für mich auch stimmig.

Hier die Fotos:

 

SBB/CFF – Schweizerische Bundesbahnen

Die Schweiz hat für den Eisenbahnfreund viel zu bieten. Nicht nur die staatlichen Eisenbahnunternehmen, sondern die vielen kleinen, regional begrenzten und oftmals schmalspurigen Bahnbetriebe machen einen Urlaub bei den Schweizer Eidgenossen zum Erlebnis.

Die Loks der großen, reglspurigen Bahnen haben mir es immer schon angetan und auch, wenn es sich meist „nur“ um E-Loks handelt, so beeindrucken die solide gebauten Kraftprotze schon sehr.

Zum Bezeichnungssystem der Schweizer Loks (z.B. Am 4/4 od. Ce 6/8) kann man viel im Wikipedia nachlesen, wie etwa hier:

Schweizer Lok-Bezeichnungssystem

oder  hier:

Lok-Farben

Ich werde mich allerdings hier auf die Fahrzeuge beschränken, die sich in meinem Besitz befinden.